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Das Ende des Referendariats

In den letzten Wochen des Referendariats geht der Blick in die Zukunft: Der Anfang des geregelten Berufslebens steht vor der Tür. Die Planungssicherheit ist greifbar nah oder bereits vorhanden. Damit werden endgültig wichtige Weichen fürs Leben gestellt – auch bei der Wahl der Krankenversicherung.

Nun ist also die Zeit zum Pläneschmieden gekommen. Wie sieht der eigene Lebensentwurf aus? Kinder ja oder nein? Voll- oder Teilzeit? In der Region Berlin-Brandenburg (in der ich tätig bin) stellt sich zudem die Frage nach dem Bundesland: Angestellter in Berlin mit sehr guter Bezahlung oder doch lieber Brandenburg mit der Option auf Verbeamtung? All diese Fragen, all diese möglichen Statuswechsel beeinflussen die die Wahl der passenden Krankenversicherung – sowie die Wahlmöglichkeiten selbst – unmittelbar.

So unterschiedlich die Lebenswege auch sind, die Situation nach bestandener Prüfung empfinden alle Referendare nach meiner Erfahrung gleich: Ein Stapel von Prospekten und Infobroschüren konfrontiert einen mit Dingen wie VBL, Befreiung von der Sozialversicherung, Vermögenswirksame Leistungen etc. Ein Berg aus Informationsflut und Verwirrung, der stets den gleichen Wunsch aufkommen lässt: Kann mich mal bitte jemand zu all diesen Dingen beraten?

 

Unabhängige Berater sind Ihrem Wohl verpflichtet

Aber selbstverständlich! Die Beratung in Versicherungsfragen ist für Sie sogar kostenlos. Sicher, wir Finanz- und Versicherungsberater wollen Ihnen auch etwas verkaufen, aber wussten Sie schon, dass unabhängige Berater (so wie ich) per Gesetz Ihrem Wohl verpflichtet sind (im Gegensatz zu den gebundenen Vermittlern der Versicherungsunternehmen)? Das bedeutet, dass wir ein eigenes Interesse an der für Sie bestmöglichen Beratung haben.

Auch Vergleichsportale im Internet können nicht das persönliche Gespräch mit einem Experten ersetzen. Ihre Familienplanung, Ihre Jobangebote, Ihre Prioritäten beim Versicherungsschutz, Ihre individuelle Krankheitshistorie – all das können Sie nicht in eine Suchmaske eingeben. Zumindest nicht so, dass es am „anderen Ende“ auch verstanden und berücksichtigt wird.

 

1. Was kostet mich das Produkt X oder Y?

Das variiert natürlich. Private Krankenversicherung oder Gesetzliche? Welche Zusatzleistungen? Wie hoch ist Ihr Einkommen. Letzteres spielt im Fall der Mitgliedschaft in einer Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eine Rolle, da Sie hier, Stand heute, ca. 15 Prozent Ihres Bruttolohns bezahlen müssen – das sind im Mittelwert etwa 550 Euro. Der Nachteil: Die Leistungen werden im Großen und Ganzen von der Politik bestimmt, nicht von Ihnen. Sollte der Gesetzgeber – nur als Beispiel – beschließen, dass Zahnfüllungen zukünftig nicht mehr erstattet werden, dann müssen Sie diese fortan selbst bezahlen. Punkt. Außerdem erhalten Sie als verbeamtete Lehrerin keine Beihilfe vom Arbeitgeber, was die Sache tendenziell teurer für Sie macht, auch wenn Kinder ohne eigenen Beitrag mitversichert sind. (Die Einzelheiten würden den Rahmen dieser Infoseite sprengen).

Bestehen Sie hingegen den Gesundheitscheck (Fragebogen) der Privaten Krankenversicherung (PKV), so profitieren Sie von einem deutlich besseren Preis-Leistungsverhältnis – mit etwa 350 Euro im Monat sind in der Regel gut abgesichert. Ganz klar, die GKV kann hier nicht mehr mithalten. Denn zur monatlichen Ersparnis kommen die fast immer deutlich besseren Leistungen hinzu. Auch die wirklich lästigen Quartalsbudgets der GKVs spielen für Sie keine Rolle, was in der Praxis schon deutliche Auswirkungen bei der Terminvergabe seitens der Arztpraxen hatte. Nicht nur einmal habe ich davon gehört, dass für privat Versicherte „spontan“ ein zeitnaher Termin frei wurde.

Doch trotz aller Vorteile: Obacht bei der Wahl des Versicherungstarifs! Will man sich privat versichern, so muss man wissen, dass die PKVs ihre eigenen Spielregeln haben – und die fallen von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich aus. Wichtig zu wissen ist: Was ist Ihnen wichtig? Legen Sie bspw. auf die Behandlung eines Heilpraktikers wert? Haben Sie chronische Probleme mit Ihren Zähnen? Und, und, und … Die Antworten hierauf bestimmen letzten Endes, welcher Tarif individuell zu Ihnen passt.

 

2. Werden die Beiträge zur Privaten Krankenversicherung im Alter nicht zu teuer?

Nicht, wenn man gewisse Dinge beachtet. Sicher, die Beiträge werden mit zunehmendem Alter nicht billiger. Auch gab es in der Vergangenheit Fälle, wo Menschen schlecht beraten wurden. Da wurden die Beiträge im Alter nicht realistisch eingeschätzt bzw. schlicht und einfach falsch berechnet – heute haben manche Versicherungsnehmer den Schaden.

Bei den heute abgeschlossenen Verträgen stellt sich die Sache jedoch anders dar. Hier ist ein so genannter Sparbeitrag bzw. Vorsorgezuschlag von 10 Prozent enthalten. Das hierdurch angesparte Geld wird Ihnen durch das Versicherungsunternehmen im Alter angerechnet, das heißt die Verteuerung der Beiträge wird abgemildert. Außerdem tragen Sie als angehende bzw. frisch gebackene Lehrerin (m/w) sämtliche Beitragserhöhungen ja nur zur Hälfte (im Gegensatz zu Selbstständigen), auch im Ruhestand. Sollten Sie verbeamtet sein, so profitieren Sie als Pensionärin (m/w) zudem von einem Arbeitgeberzuschuss bei der Kostenerstattung von 70 Prozent, was wiederum die Beiträge spürbar verbilligt. Sprich: Als Pensionärin zahlen Sie pro Monat weniger für Ihre PKV, als ehemalige Angestellte und Selbstständige.

Zu guter Letzt darf man auch nicht vergessen, dass Sie mit dieser Lösung in jungen Jahren einen beträchtlichen Betrag einsparen. Legen Sie von diesem Ersparnis einfach etwas beiseite, da kommt über die Jahre und Jahrzehnte eine Menge Geld zusammen.

 

3. Was ist, wenn ich als privat Versicherte (m/w) die Arztrechnung nicht bezahlen kann?

Für privat versicherte ist der administrative Aufwand etwas höher, denn die Rechnungen treffen erst einmal im eigenen Briefkasten ein, nicht in dem der Krankenkasse. Das Sie jedoch womöglich Ihren Dispokredit in Anspruch nehmen müssen, nur um eine (teure) Arztrechnung vorzustrecken, das brauchen Sie nicht zu befürchten.

Denn erstens sollten Sie nicht vergessen, dass Sie fortan über ein geregeltes Einkommen verfügen. Geldbeträge, die Ihnen jetzt womöglich noch den Angstschweiß auf die Stirn treiben, werden ihren Schrecken schon bald verloren haben, zumindest wenn Sie gut mit Ihrem Geld haushalten. Zweitens besteht bei manchen Rechnungen eben doch die Möglichkeit, dass diese direkt an Ihre Private Krankenversicherung (PKV) gehen, bspw. im Fall eines Krankenhausaufenthaltes. Sie werden folglich niemals teure Behandlungen wie Operationen usw. vorstrecken müssen. Und drittens: Selbst kleine Rechnungen können Sie auf Wunsch zuerst bei Ihrer PKV einreichen und die Arztrechnung erst nach Zahlungseingang begleichen. Das ist zwar eher selten, aber dennoch nicht unüblich. Kurzum: Bedenken dieser Art sollten Sie niemals davon abhalten, eine Private Krankenversicherung abzuschließen.

Ob es aber in Ihrem individuellen Fall womöglich andere Faktoren gibt, die für eine Gesetzliche Krankenversicherung sprechen? Oder welcher Tarif von welcher Privaten Krankenversicherung Ihren Bedürfnissen am nächsten kommt? Der unabhängige Berater Ihres Vertrauens hat die neutralen Antworten. Diese sind zu wertvoll, um darauf zu verzichten.

inconfia
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